Isabelle Faust (* 1972 in Esslingen) ist eine deutsche Violinistin.
Ihren ersten Violinunterricht erhielt sie im Alter von fünf Jahren. Nach einer Ausbildung bei
Christoph Poppen und Dénes Zsigmondy gewann sie 1987 den Leopold-Mozart-Wettbewerb in Augsburg. 1990 verlieh ihr die Stadt Rovigo den
Premio Quadrivio. 1993 gewann sie den Wettbewerb um den
Premio Paganini in Genua. 1994 erhielt sie den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen.
Damit begann eine internationale Konzertkarriere mit einer großen Anzahl renommierter Orchester, darunter die
Münchner Philharmoniker, das Gewandhausorchester Leipzig, das Orchestre de Paris und das Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra. Ihren ersten Auftritt in den USA hatte Isabelle Faust 1995, als sie gemeinsam mit dem Utah Symphony Orchestra unter Joseph Silverstein das Violinkonzert Nr. 1 von Nicolo Paganini aufführte. Unter den Dirigenten, mit denen sie zusammenarbeitet, befinden sich Sir
Yehudi Menuhin,
Michael Gielen,
Heinz Holliger,
Marek Janowski,
Mariss Jansons,
Gary Bertini und
James Levine.
Ihr Repertoire umfasst die gesamte Bandbreite der Violinliteratur. Ihre erste CD-Einspielung von 1997, die Solo-Violinsonate und die Violinsonate Nr. 1 für Violine und Klavier von Bela Bartok, erhielt den Grammofonpreis Young Artist of the Year. Gemeinsam mit dem Münchener Kammerorchester unter ihrem Lehrer Christoph Poppen spielte sie sämtliche Violinkonzerte von
Joseph Haydn ein. 2002 erhielt sie für ihre Aufnahme des
Concerto Funèbre von Karl Amadeus Hartmann den
Cannes Classical Award. Für harmonia mundi hat Isabelle Faust neben wichtigen kammermusikalischen Werken auch die Violinkonzerte von Dvorák, Beethoven, Jolivet und Martinu eingespielt.
2004 wurde sie zur Professorin für Violine an die Universität der Künste in Berlin berufen.
Isabelle Faust spielt die
Dornröschen-Stradivari von 1704, eine Leihgabe der L-Bank Baden-Württemberg.